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EDV/IT



"Technik ist die Anstrengung, Anstrengungen zu vermeiden."
(José Ortega y Gasset)

 

Der Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnik bewirkt vielfältige Wandlungsprozesse in den öffentlichen Verwaltungen, er steht deshalb in einem engen Zusammenhang mit dem angestrebten Wandel durch Verwaltungsreformprozesse.Die Spannweite des Einsatzes von Informations- und Kommunikationstechnik in der öffentlichen Verwaltung ist vielfältig, die Hauptbereiche sind:

Befragungen von Kommunalverwaltungen verschiedener Größenordnungen zeigen einen positiven Zusammenhang zwischen dem Reifegrad der Maßnahmen zur Verwaltungsmodernisierung und der Bedeutung, die iuk-technischer Unterstützung zugemessen wird, auf.

Unter der Prämisse "Bürgerfreundlichkeit" oder "Öffnung der Verwaltung nach aussen" wird das virtuelle Rathaus immer mehr zur Realität. E-Government beinhaltet zum einen das Angebot öffentlicher Dienstleistungen via Internet zum anderen den elektronischen Behördenverkehr.

 

Definition E-Government

"Unter Electronic Government verstehen wir die Abwicklung geschäftlicher Prozesse im Zusammenhang mit Regieren und Verwalten (Government) mit Hilfe von Informations- und Kommunikationstechniken über elektronische Medien."
(Lucke/Reinermann 2000, Forschungsinstitut für öffentliche Verwaltung in Speyer)

- Angebot öffentlicher Dienstleistungen via Internet

Immer mehr Menschen nutzen die Internettechnologie für die Erledigung von Dienstleistungen. Vor allem Bankgeschäfte und Einkäufe werden heute von einer Vielzahl von Bürgerinnen und Bürger wie selbstverständlich über das Internet getätigt.Auch die Verwaltungen verstärken ihre Angebote per Internet, so findet sich unter den Homepageadressen der Städte und Gemeinden, der Kreise und der Ämter ein vielfältiges Informationsangebot: Öffnungszeiten und Adressen der einzelnen Verwaltungsstellen werden hier publiziert und schnell und einfach ist auch zu erfahren, mit welchem Anliegen der Bürger/die Bürgerin sich an wen wenden muss. Fragen an die Verwaltung lassen sich per E-Mail formulieren und an den jeweiligen Adressaten abschicken. Zusätzlich werden Informationen zu erforderlichen Unterlagen und schließlich die zugehörigen Formulare selbst zur Verfügung gestellt. Diese können per E-Mail ausgefüllt an die Verwaltung geschickt werden. Allerdings entsteht ein größerer Nutzen für Bürger und Verwaltung, wenn die Daten direkt in die Weiterverarbeitungeinfließen. Bei diesem Verfahren spielt die Sicherheit eine große Rolle. Die sogenannte elektronische Signatur, d.h. eine der eigenhändigen Unterschrift vergleichbare Kennzeichnung elektronischer Dokumente, ist das wesentliche Instrument zur Sicherung der Echtheit elektronischer Nachrichten und ihrer Verfasser.

- Elektronischer Behördenverkehr

Nach dem Leitmotiv "Die Daten sollen laufen – nicht die Bürger" wird eine behördenübergreifende Datenkommunikation verwirklicht. In Schleswig-Holstein wurde dieses im Projekt Verwaltung 2000 erprobt. Die daran beteiligten Verwaltungen sind über ein Netz mit einem Applikationsserver und einem gov-talk-server verbunden. Auf diese Weise können die Bürger/innen z.B. Umzüge von einer Kommune in die andere bei nur einer Verwaltungsstelle erledigen. Neben dem Meldewesen wurde das Kfz-Zulassungsverfahren und baurechtliche Aufgaben modellhaft erprobt.

Die Vorteile (nach Gorrissen 2001):

Langfristig sollen weitere Verwaltungsabläufe in das Konzept aufgenommen werden.

Die neuen Möglichkeiten der IuK-Technologie sorgen auch im Bereich der Fortbildung von Verwaltungsmitarbeitern/innen für Modernisierungen.Unter dem Begriff E-Learning wird in einem sehr weiten Verständnis das Lernen mit elektronischen Hilfsmitteln verstanden, dazu gehören dann Tonband- und Videoaufzeichnungen ebenso wie Computer- und Internet-Anwendungen. Zur Vermeidung von Missverständnissen und in bewusster Abgrenzung zum unpräzisen Begriff "E-Learning" wird in Deutschland der Begriff "Computer-unterstütztes Lernen" verwendet. Damit sind, unmittelbar vom Wortsinn abgeleitet, alle Formen des Lernens gemeint, die Computer zur Wissensvermittlung einsetzen, mit oder ohne Nutzung des Internets.

Verwandte Begriffe:
Informations- und Kommunikationstechnologie • papierloses Büro • elektronische Akte • Data-Warehouse • virtuelles Rathaus • elektronische Signatur • Projekt Verwaltung 2000

Literatur:
Beyer, Lothar (2001): Informations- und Kommunikationstechnik. In: von Bandemer, Stephan/ Blanke, Bernhard/ Nullmeier, Frank/ Wewer, Göttrik (Hrsg.): Handbuch zur Verwaltungs-Reform. Leske + Budrich, Opladen. S. 280-292

Gorrissen, Georg (2001): Die Verwaltung als Dienstleister im Internet. Projekt: Verwaltung 2000. Vortragsfolien, Seminar Modernisierung der Landesverwaltung. InForM.

Zeitschrift transfer (2001): E-Government. Strategien und Konzepte. Zeitschrift des Instituts für Fortbildung und Verwaltungsmodernisierung. Verwaltungsfachhochschule Altenholz, 6. Jg., Juli 2001

Pröhl, Marga (Hrsg.) (1997): Internationale Strategien und Techniken für die Kommunalverwaltung der Zukunft. Verlag Bertelsmann Stiftung, Gütersloh

Bundesministerium des Inneren (Hrsg.) (2001); BundOnline 2005. eGovernment für eine moderne Verwaltung. Broschüre.

Bundesministerium des Inneren (2002): Elektronische Signatur. Beschluss der Bundesregierung. Bund Online 2005. Broschüre.

Weiterführende Materialien und Links zu EDV/IT, E-Government und E-Learning:

E-Government:

Dokumentation der Veranstaltung E-Government-Forum der öffentlichen Verwaltung in Schleswig-Holstein am 25. Juni 2003 in Rendsburg

www.staat-modern.de

Zeitschrift transfer zum Thema E-Government (pdf-Datei 295 KB)

Vereinbarung zur gemeinsamen Entwicklung von E-Government-Strukturen und -Prozessen (E-Government-Vereinbarung) (pdf-Datei 141 KB)

E-Learning:
Lernprogramm der DHV Speyer, das kostenlos im Internet abgerufen werden kann.
Inhalt:


"Das Lernprogramm gibt eine grundlegende Einführung in E-Government und die Erfolgsfaktoren bei der Umsetzung von virtuellen Rathäusern. Die gewonnenen Erfahrungen aus der kommunalen Praxis sollen damit weitergegeben werden, um anderen Kommunen bei der Einführung von virtuellen Rathäusern eine Orientierungshilfe zu geben. Zielgruppe sind Projektleiter, Verwaltungsmitarbeiter und Partner in kommunalen E-Government-Projekten, die am Bau von virtuellen Rathäusern beteiligt sind."

http://www.dhv-speyer.de/hill/Kooperationen/egov_learning.htm

Zeitschrift transfer (2003/Juli) zum Thema E-Learning (pdf-Datei 507 KB)

Dokumentation der Veranstaltung E-Learning Forum am 22.10.2003 in der Verwaltungsfachhochschule

EDV und IT:

Interkommunaler Vergleich der Internetauftritte der Städte und Kreise in Schleswig-Holstein (Studentische Abschlußarbeit an der Verwaltungsfachhochschule Schleswig-Holstein 2003):

     Download (pdf  4,6 MB)

 

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